04 Mar
04Mar


Wir beginnen mit der knallharten Wahrheit: Mit Buchblogger:innen zu arbeiten bringt so an sich keine (nennenswerten) Verkäufe. Ich habe es selbst bei meinem Buch erlebt, das sehr viele Buchblogger:innen unterstützt haben (falls das jemand von euch sieht, vielen Dank). 

Ich habe das von so vielen Autor:innen gehört und ich weiss, dass mehr als ein Kleinverlag pleitegegangen ist, weil er in grosse Buchblogger:innen investiert hat und das hat sich nicht ausgezahlt. 

Übrigens habe ich auch mal in eine grössere Buchbloggerin investiert, die mein Buch schrecklich fand. Die Rezension kam nicht zustande, das Geld war weg. 

Bei deinem Buch ist es wie bei allem: Du musst die Verantwortung dafür übernehmen und die nicht an Buchblogger:innen oder sonst wen abgeben. 

Warum ist das so? Ich zähle hier mal mehrere Gründe auf: Lies unbedingt weiter, danach erkläre ich dir, warum Buchbloggermarketing trotzdem sehr wichtig ist und was du sonst noch für dein Buch tun kannst! 

  • Wir werden auf Social Media von Büchern überschwemmt (wenn wir in der Buchbubble unterwegs sind). Buchblogger:innen zeigen so viele Bücher. Klar machen sie ihre Community neugierig auf gewisse Bücher, die sie vorstellen. Aber neugierig machen führt erst mal nicht zu Verkäufen. Ausserdem sind viele Follower:innen der Buchblogger:innen auch Buchblogger:innen und Autor:innen. Klar lesen viele Autor:innen auch, aber sie folgen den Buchblogger:innen eher, um eine «Beziehung aufzubauen» in der Hoffnung, dass sie ihre Bücher vorstellen.
  • Vorstellung, Empfehlung, davon gibt es viele. Ist das Buch kein Highlight einer oder von mehreren Buchblogger:innen, geht es wie gesagt in der Masse unter.
  • Fehlende Reichweite: Falls du auf Social Media aktiv bist oder es mal warst, wirst du es kennen. Auch Blogger:innen haben mit starken Reichweiteeinbrücken zu kämpfen. Kann Pech sein, dass ausgerechnet Content mit deinem Buch kaum ausgespielt wird.
  • War ein Fehler bei mir: Buchblogger:innen rezensieren ein Buch, das noch nicht lieferbar ist. Eine Person will es vielleicht kaufen, klickt auf den Link oder googelt. Nicht (vor)bestellbar, vergessen. Es gibt mehr als genug andere Bücher, die man bestellen kann.
  • Buchblogger:innen teilen ihre ehrliche Meinung – was gut ist! Umso mehr Buchblogger:innen dein Buch rezensieren, umso mehren kann es aber auch nicht gefallen. Macht eine Blogger:in mit einer starken Community eine eher kritische Rezension, wird ihm von vielen Followern keine Chance mehr gegeben.
  • Auch wenn dein Buch vielen Buchbloggerinnen gefällt, wenn es nicht von mehreren als Highlight oder Mustread eingestuft wird, geht es oft unter, da Buchblogger ja wie wir wissen sehr viele Bücher auf Social Media vorstellen. Tipp: Such Buchblogger:innen raus, die am liebsten Bücher im Genre von deinem Buch vorstellen und die ähnliche Bücher wie deines bereits gut rezensiert haben. Und ja, das ist stundenlange Recherche.

Heisst das jetzt, Bloggerbeiträge zu meinem Buch bringen nichts?

Nein, im Gegenteil, Social Media wird immer wichtiges, so auch Blogger. deine Leser (deine Zielgruppe) werden neugierig bei spannenden Beiträgen von Bloggern und sie speichern das Buch bewusst oder unbewusst (wenn das Cover das Genre gut spiegelt). 


Sie haben es gesehen, sehen es vielleicht noch einmal bei einer anderen Bloggerin oder in einem Beitrag von dir als Autor:in, denken sich, ja, das würde ich gerne lesen. Dann gehen sie in einen Buchladen schmökern und suchen Bücher. Bewusst oder unbewusst (auch) die, die sie auf Social Media immer wieder sehen, so habe ich es so bei mir beobachtet. 

Hier kommt ein grosses Problem, wenn du nicht oder wenig im Buchhanden präsent bist – also dein Buch, meine ich! Wenn jetzt dein Buch nicht im Buchladen ist, der Bestseller mit Farbschnitt von Autorin x, den gerade alle Buchblogger zeigen (und hypen) aber schon, dann wird das im Laden ergriffen und gekauft. Die Action ist grösser, wenn an der Kasse noch dein Buch bestellt werden muss (das muss auch noch geholt werden) oder man es im Internet noch bestellen muss (wird also eher nicht gemacht) und zu allem Überfluss ist es vielleicht auch ein bisschen teurer. 

Ein grosses Problem ist hier auch die fehlende Präsenz im Buchhandel, online und offline. 

Amazon ist pro Selfpublisher:innen, Thalia, Orell Fuessli etc. sind es gar nicht. 

Thalia hat (oder hatte) Eine Genresparte Selfpublishing. Kaum jemand sucht aber danach. Leser:innen stöbern durch Genres, die sie mögen: Biografien, New Adult, Psychothriller ...

Das heisst, wenn jemand da ein wenig stöbert, werden eher die Bestseller und Bücher der bekannten Autoren empfohlen, die die Leser:innen oft auch bei diversen Bloggern sehen, somit werden die eher gekauft. 


Fazit: Die Zusammenarbeit mit Buchbloggerinnen lohnt sich sehr, aber sie ersetzt keine gezielten Werbemassnahmen und das Endergebnis (was für Beiträge sie genau machen, wann und wie gut es ihnen gefällt) ist unklar, anders, als wenn du eigene Werbemassnahmen aufziehst. 


Zwei Tipps, wie du deine Bücher sichtbar machst: 

1) Nutze selbst Social Media aktiv und lerne, spannenden Content zu erstellen mit guter, wohldosierter Werbung. Bei Interesse kann ich gerne mal ein paar Autor:innenaccounts vorstellen, die gute Werbung machen und dir das ein wenig erklären und mit dir analysieren, schreib mir gerne in die Kommentare, ob du das interessant findest. 


2) Lerne aktiv über den Buchmarkt und dein Genre. Welche ähnlichen Bücher kommen gut an und warum? Wie macht Autor:in oder Verlag Werbung? Tausch dich aus mit Autor:innen, lies ihre Blogs etc. (ich mache übrigens Interviews mit Autor:innen, schau gerne mal rein), besuch Weiterbildungen und lies Ratgeber.

Ich kann den Ratgeber über Buchmarketing von Annie Waye sehr empfehlen. 

Anzeige / Affiliatelink: https://amzn.to/4apbxlF

Und den Kurs vom vffl: Erfolgreiches Onlinemarketing für Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt beim vfll. Dort lernst du folgende Inhalte:

Metadaten – das Fundament für die Onlinesichtbarkeit: Keywordstrategie, Verschlagwortung, keywordoptimierte Texte und UntertitelSichtbarkeit schaffen – mit Meta-Anzeigen und Rezensionsmarketing:Rezensionsmarketing – Lovelybooks und Bookfluencer, Aufwand und Nutzen von Instagram und TikTok, Social Ads – Anzeigen auf Instagram, Facebook, TikTok, Funktionsweise von Pinterest und dessen Eignung für Buchtitel, LinkedIn – Personenmarken stärkenDie perfekte Produktdetailseite auf Amazon:Funktionsweise und Nutzen von Amazon Ads, Amazon-Autorenseite, A+-Seite, Was auf Amazon noch möglich ist (aber nicht immer).


Und dazu gibt es eine Teilnahmebestätigung :)




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