Von wegen, Lektorat ist ein einsamer Job. Heute lernst du mein Team kennen. Darf ich vorstellen?
Das erste Teammitglied kennst du bestimmt schon.

Das Model. Sie kommt alle paar Jahre mal für ein Fotoshooting für Social Media etc. Die meisten Fotos sind aber für die Schublade.
Kleiner Funfact: Es war mal ein grosser Traum von ihr, Model zu werden. Für GNTM war sie zu klein (zum Glück, sagt sie heute!) und auf der Strasse hat sie niemand erkannt. Eine Agentur, bei der sie sich beworben hat, war interessiert, sie hätte aber zahlen müssen. Wie bei Literaturagenturen gilt auch in diesem Bereich: Finger weg! Eine seriöse Agentur lebt von den Provisionen der Aufträge. Immerhin kann sie sich aber ab und zu austoben, um gute Fotos für Social Media und die Website zu machen.
Jetzt kommt das zweite Teammitglied. Dieses dürftest du bereits sehr gut kennen (ausser du kommst nicht von Social Media).

Die Content Creatorin, die das Lektorat bewerben soll, aber meistens über Bücher redet.
Ganz ehrlich? Sie ist eine schwierige Mitarbeiterin. Sie ist zwar sehr motiviert und voller Freude bei der Sache, aber sie schiesst oft übers Ziel hinaus. Es gibt viel zu viel emotionalen Deeptalk.
Immerhin redet sie am meisten über Bücher. Das ist ein guter Anfang. Eigentlich sollte sie ja das Lektorat bewerben und dazu Content voller Mehrwert liefern.
Nun, sie hat mal etwas anderes ausprobiert und es kam doch noch einigermassen gut an.

Man muss ihr zugestehen: Sie hat keinen leichten Job. Sie reanimiert gerade einen Instagramkanal, der zuerst ein Buchblog war, sehr lange stillstand und jetzt zu einem Lektoratsaccount wurde.
Auch bei den anderen Medien sieht es nicht allzu rosig aus: YouTube zieht sie zwar schon lange durch, aber dort ist es ein Gemisch aus Rezensionen, Schreibupdates und Veröffentlichungstipps.
Von TikTok fangen wir gar nicht erst an.
Dann ist da noch die Leserin. Ja, auch privat, aber die Grenzen zwischen privatem und beruflichem Lesen sind fliessend.

Was soll man da noch sagen? Sie kauft definitiv zu viele Bücher. Ansonsten ist sie aber ganz nett, solange sie beim Lesen nicht gestört wird.
Wie man sieht, nimmt sie es mit Ordnung nicht allzu genau :).
Sie ist aber ein sehr wichtiges Teammitglied. Durch das Lesen lernt sie viel fürs Lektorat dazu und weiss immer, was gerade angesagt ist. Da arbeitet sie eng mit der Content Creatorin zusammen.
Bevor du weiterliest, eine Warnung: Manche Teammitglieder sehen nicht Öffentlichkeitstauglich aus. Weiterlesen auf eigene Verantwortung.
Das wichtigste Teammitglied ist die Texterin (ich), Cutterin und Designerin. Ohne sie würdest du diesen Artikel nicht lesen und auch sonst keine Inhalte aus Social Media von uns sehen.

Sie arbeitet meistens abends und in der Nacht. Weil sie strikt gegen KI ist, lässt sie ihre Texte nicht von ihr korrigieren. Das führt oft zu Fehlern und auch zu Konflikten mit der Lektorin im Team.
Ihr grösster Traum ist es, nur noch Texterin zu sein. Sie liebt das Schreiben von Texten (fast) jeder Art und schreibt privat selbst Bücher (na gut, im Moment nur Kurzgeschichten).
Am Designen und Cutten hat sie zwar mittlerweile auch Spass, aber sie würde es am liebsten abgeben und noch mehr schreiben. So hofft sie auf einen Geldsegen (mehr Aufträge und / oder die Monetarisierung auf YouTube, ein Lotogewinn wird auch genommen :)), damit jemand damit beauftragt werden kann.
Dann wäre da noch unsere Streberin. Ohne sie hätten wir gar nicht starten können / wollen, weil sie sich all das Wissen angeeignet hat in vielen Weiterbildungen.

Ihre Stellenprozente wurden deutlich reduziert, was ihr gar nicht gefällt.
Das ist jetzt nur meine persönliche Meinung, aber ich finde, wir brauchen sie nicht mehr.
Wie seht ihr das?
Unsere "Kommunikationsexpertin". Egal, ob du bei uns für ein Lektorat anfragt oder einen Beitrag kommentierst, sie ist immer am Start.

Sie ist die extrovertierteste Persönlichkeit im Team und geniesst den Kontakt mit anderen Menschen.
Last, but not least: Die Lektorin. Sie lektoriert mit Fachwissen und Herzblut Texte, aber vorzeigbar ist sie eigentlich nicht. Naja. Ich meine ja nur, ich würde wissen wollen, wer das Manuskript dann wirklich lektoriert. Zum Glück sind die Manuskripte digitalisiert.

Vielen Dank, falls du bis hierhin gelesen hast. Das zeigt mir, dass ich als Texterin einen guten Job mache. Zeig es den anderen gerne mit einem lieben Kommentar. Man weiss ja nie, ob man nicht plötzlich ausgetauscht wird.